Unsere bisherige Reise: Nach drei tägiger Einlebphase für Martin in Brisbane ging es im knallroten Spaceship auf dem Pacific Highway gen Süden. Die ersten paar Tage haben wir hauptsächlich am bzw im Meer verbracht und die tollen Strände zwischen Tweed Heads und Yamba genossen!
Der Camper, unser kleines Heim, ist uns schnell vertraut geworden: Essen fassen – Klappe vorn’ unter’m Bett auf, mal wieder umziehen – Kofferraum und Klappe darunter auf. Selbst das Fahren, bis auf einen kurzen Ausflug auf die rechte Spur, klappt perfekt!
Nur Martin unterschätzt immernoch das Verhältnis seines Körpers zu der Höhe der Koffer- und anderen Klappen.
Weihnachten haben wir zwei Tage mit Hannas Familie verbracht. Trotz vertrauter Gesichter und Weihanchtsgeschenken kam bei der Hitze wenig typische Weihnachtsstimmung auf. Dafür waren wir im Meer baden und mussten den Nachtisch wegen akuter Schmelze besonders schnell essen. Und dann regnete es zu unserem Erstaunen sobald wir weiter fuhren. Während Hanna den Anblick eines grauen Himmels (Möwenwetter!) mittlerweile sehr schätzt war Martin sehr entäuscht. Immerhin fliegt man nicht tausende von Meilen um die Welt um Hamburger Wetter zu erleben! Naja, wie wir wissen hält nichts ewig und so kam auch die Sonne wieder. Unsere Route führte uns weiter ins Inland über das Bellinger Tal nach Dorrigo in den Regenwald. Anschließend weiter die Küste entlang um am 30.12. in Peats Ridge zum gleichnamigen Kunst- & Musikfestival zu sein. Eigentlich hatten wir vor für 120 $ pro Mann/Frau ein Tagesticket zu erwerben weil uns der volle Festivalpreis von über 350 $ way too much war, aber es kam ganz anders… Den mini-mini Ort Peats Ridge zu finden haben wir noch geschafft. Das Festivalgelände blieb aufgrund nicht vorhandener Ausschilderung im Tal versteckt. Nach dem wir jede Straße von Peats Ridge (es waren nicht viele) abgefahren waren, sprang plötzlich ein Typ aus dem Gebüsch vor’s Auto. Es stellte sich heraus, dass der Hilfesuchende sich mit seinem Auto festgefahren hatte und mehr als überglücklich war uns an diesem verlassenem Fleck Erde zu treffen. Wir waren jedoch überglücklich jemanden getroffen zu haben der, wie sich heraustellte, vom Festivalgelände stammte. Und nicht nur das: wir wurden zum Retter einer der Gründer und Organisatoren des Festivals. So kam es dann, dass wir ihm beim befreien seines Autos halfen und im Gegenzug freien Eintritt für alle Festivaltage und Campingmöglichkeit im VIP-Bereich bekamen!!
Nun sitzen wir übermüdet aber glücklich dieses Festival erlebt zu haben im neuen Jahr bei McDonalds im eher profillosen und schwülen Gosford. Morgen fahren wir nach Sydney von wo aus wir diese Nachricht online stellen können.
Wir hoffen Ihr seid ebenso gut ins neue Jahr gekommen und senden Euch viele Grüße!
Hanna & Martin